Durchfallquoten an der TU!

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Moderator: (M) Mod.-Team Allgemein

Wie beurteilst du die Durchfallquoten an der TUHH?

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Glommy
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Durchfallquoten an der TU!

Beitrag von Glommy » Fr, 21. Mär. 08, 03:13

hopo hat geschrieben: Wir haben im Bundesvergleich absolut grausame Durchfallquoten, da kommt kaum eine andere TU mit...

Derartig signifikante statistische Abweichungen lassen sich ganz schlecht mit unkausalem Fehlverhalten der Studierenden erklären...
hopo hat geschrieben: Diese Tatsache hatten wir bei der Einführung der Langzeitstudiengebühren mal relativ gründlich nachgewiesen, das wurde auch genau so vom Präsidium anerkannt. ...
Ein imho interessantes Thema, was schon einige Male in anderen Threads dieses Forums angeschnitten worden ist.

Meine Meinung dazu:

Die Prüfungen dürften sich von denen anderer TUs nicht großartig unterscheiden. Meiner Meinung nach krankt es hier an der TUHH an 2 Sachen:

1.) Vorlesungsqualität: "Husch und Wusch und da ging der Vektor durch die Tür....und....schwups...beweis...dummlabber...beweis..dummlaber.."
Ich hab bei Mackens selten was aus der Vorlesung mitgenommen.

Sowas ist ganz sicher nicht optimal. Viele Vorlesungen im Grundstudium sind einfach viel zu Detail-theoretisch gehalten.
Es sollte eigentlich doch so sein, dass dem Studierenden in der Vorlesung die wichtigsten Theorie-Grundlagen verständlich beigebracht werden!
Die tiefe und komplizierte Detail-Theorie erwirbt sich der Student dann im Selbststudium, hat aber schon eine solide Grundlagenfundament bzw Grundlagentheorie aus den Vorlesungen mitgenommen, auf dem/der er gut aufbauen kann!

Bei vielen Vorlesungen an der TUHH nehmen viele Studenten wegen shice Vorlesungen aber gar nichts an Wissen mit und müssen sich dann das Wissensfundament und zusätzlich die Detail-Theorie erarbeiten. Das bedeutet doppelte Arbeit und dadurch geht imho sehr viel wertvolle Zeit verloren. Es geht eben nunmal leichter und schneller, wenn es jemand verständlich erklärt.

2.) Skripte: Die einzelnen Arbeitsbereiche haben nun wirklich genug kaffeetrinkende Sklaven und es wäre doch nicht zu viel verlangt, einmal richtig ordentliche Skripte erstellen zu lassen, die lesbar sind, einen roten Faden haben und nebenbei auch noch einigermaßen verständlich sind. So ein Skript reicht dann auch für die nächsten 10-15 Jahre.


Bin auf eure Vorschläge und Meinungen gespannt!
:o

gruß

Glommy
Zuletzt geändert von Glommy am Fr, 21. Mär. 08, 17:29, insgesamt 4-mal geändert.

JoeMan
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Beitrag von JoeMan » Fr, 21. Mär. 08, 09:48

Diese Meinung finde ich zu polemisch. So fürchterlich schlimm finde ich die Vorlesung von Mackens bspw. nicht. Da bin ich wenigstens nicht eingeschlafen. Und da hab ich auch immer ganz deutlich gemerkt, dass man dem Stoff folgen kann, wenn man sich vorher sein Buch geschnappt hat und das Kapitel einfach mal durchgelesen hat. Dann konnte man durchaus folgen und nahm auch was mit. Einfach nur reinsetzen ohne Vorbereitung hat mit in der Tat auch nicht geholfen.

Nächste Frage: Was wäre Dir lieber? Den Magnus-Müller in Mechanik abschreiben? Das ist doch letztendlich das, was man da macht. Und helfen tut's auch nicht...

Und von Slaven als WiMis zu sprechen finde ich arg gewagt. Die sind eigentlich nicht zur Lehre da, sondern zum forschen. Nur ein Teil deren Arbeitszeit ist für Lehre "reserviert" und wenn die ausgeschöpft ist, dann ist eben nicht mehr da. Das wäre wie wenn Du parallel zum Studium zwangsverpflichtet wärest Schülern Nachhilfe zu geben, nun die Schüler nach Deiner Hilfe rufen und Du für die Schülernachhilfe Dein Studium vernachlässigen musst. Ziemlich zweischneidiges Schwert...

Und zu den Durchfallquoten... finde ich auch gelegentlich zu hoch, aber es ist auch erkennbar, dass es einen Zusammenhang zwischen "Anspruch der Klausur" und "Arbeitsaufwand der Studenten" gibt. Wenn die Klausur bspw. zu leicht ist, dann spricht sich das schnell herum und die Studenten arbeiten da einfach weniger für. Für eine vermeitlich schwere Klausur lernen die Studenten dementsprechend mehr.... Daher werden sich meiner Meinung nach die Durchfallsquoten nicht grundlegend ändern, wenn man einfach die Prüfungen leichter macht. Desweiteren würde das doch auch automatisch das Niveau unseres Abschlußes herabsetzen. Daher sollte man bedenken, dass der z.Z. einen ganz guten Ruf hat und sich das auf Chancen am Arbeitsmarkt postiv auswirkt. Und da wirst Du mit Deinem 3,0 Schnitt mit Sicherheit (je nach Aufgabe) einem 1,0er Fachhochschüler vorgezogen. Du hast einfach mal mehr drauf.

Zu guter letzt: Einige Prüfungen sollten wirklich mal auf Fairness und Anspruch geprüft werden. Leider gibt's da auch immer ein paar Profs, die sich "vergereifen". Die muss man gezielt "bearbeiten"...

Schöne Osterns allerseits!

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Beitrag von Ed » Fr, 21. Mär. 08, 10:26

Ich bin mir sicher, dass er nicht alle Profs meinte. Ich finde es bei Mackens auch lustig, aber gebracht hat es mir einfach mal garnichts: ich habe seine Vorlesung 2 mal besucht und muss leider trotzdem zur Mündlichen. Ich bin damit natürliche eine Ausnahme, dennoch finde ich sind einige Prüfungen (zb. Mechanik 1/2) sehr hoch angesetzt. Wobei ich wohl wie viele andere den Fehler gemacht habe, nicht regelmäßig in die Sprechstunden zu gehen. Wenn diese deutlich mehr wahrgenommen würden, evtl. total überfüllt, sollten die Professoren doch merken, dass da etwas nicht stimmt. ;) Ich war dafür zu ehrgeizig und wollte es unbedingt ohne diese Hilfe schaffen. Was ich davon habe, habe ich euch ja schon mitgeteilt.
Zu den sonstigen Vorlesungen kann ich nur sagen, dass es welche gibt die gut besucht werden und genauso welche die kaum besucht werden. MGF ist so eine zum Beispiel. Wobei ich sagen muss, dass das Skript dort durchaus nicht schlecht ist. Man kann danach wirklich gut lernen. In MGF liegt es wohl wirklich einzig allein an dem Stoff und wie die Profs ihn rüberbringen. Das Problem ist nachher allerdings eine nicht zu schwere, allerdings zeitlich nur äußerst knapp berechnete Prüfung.
Es ist ja inzwischen wieder einiges geändert worden durch den Bachelor, zum Beispiel Prüfungen nicht mehr von 2 Semestern zusammen zuschreiben sondern getrennt (siehe MGF 1/2). Allerdings muss ich sagen, dass die Idee den Prüfungszeitraum dafür zu kürzen für die Studenten mal wieder nicht so wirklich geil ist. Okay, es gibt nicht wenige die sich nun auf Semesterferien freuen können. Aber die Leute, die keine Überflieger sind, bleiben dabei auf der Strecke.

So meine Meinung dazu,
ich wünsch Euch allen frohe Ostern.

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Beitrag von mina » Fr, 21. Mär. 08, 10:40

Im Hauptstudium geht es eigentlich *finde ich*. Da sind weniger Willkuerlichkeiten in der Klausur und man kann immer Bestehen mit ein bisschen Willen. Allerdings schreibt man ja auch auf Note und nicht auf Bestehen.Ich hab ja fast die Vermutung, dass es da Anweisungen von oben gibt :wink:.

Ansonsten kann ich bei sinnfreien Vorlesungen nur raten nicht mehr hinzugehen und die Fahrzeit + Sitzzeit zum selberlernen zu verwenden. Das sind umgerechnet 13 x 1,5 Std Vorlesungszeit + 13 x 2 Std Fahrzeit = 45,5 Std bei mir. Eigentlich genuegend Lernzeit, um jede Klausur zu bestehen.

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Beitrag von HerrSultan » Fr, 21. Mär. 08, 11:32

Eigentlich kann man sagen, daß ich bisher fast nur aus eigener Faulheit durch die Prüfungen gerauscht bin, deshalb darf ich da wohl wenig meckern.

Die Quoten an den Leistungen der Studenden auszurichten, halte ich nicht für so eine gute Idee. Einen Mindestanspruch braucht man ja schon.

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Beitrag von Ellington » Fr, 21. Mär. 08, 12:08

das kernproblem ist meiner meinung nach, dass unsere vorlesungen zu wenige studenten dazu bringen kontinuierlich was zu tun. nur die wirklich fleißigen und disziplinierten unter uns setzen sich doch nach der uni noch mal hin um was zu machen, selbst wenn man an dem tag wenig zu tun hat/ hatte. Ich hatte jetzt schon einige vorlesungen, in denen es vorlesungsbegleitende übungen gab, die auch zu einem signifikanten teil in die note miteingeflossen sind, optimal finde ich so 25% der endnote. meist ungefähr so 4 aufgaben, mal mehr oder weniger umfangreich, die man gleichmäßig über das semester verteilt abgeben musste. sehr sinnvoll, finde ich. in kombination mit einem gutem skript ist man da einer seh guten vorlesung schon mit relativ einfachen maßnahmen sehr nahe. man tut kontinuierlich was, und hat schon bevor es an die eigentliche klausurvorbereitung geht einiges drauf. meine beobachtung ist, dass diese klausuren (trotz teilweise sehr hohem anspruch) mit erstaunlich guten ergebnissen bestanden werden.

wenn man ganz lustig ist könnte man dieses prinzip auch noch durch kleine/einen kleinen test während des semsteres ergänzen, der auch noch mal was für die endnote bringt

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Beitrag von Stephan » Fr, 21. Mär. 08, 13:16

Also die Durchfallquoten jetzt mit der Qualität der Vorlesung in Verbindung zu bringen, halte ich doch etwas für grotesk, es sind ja oft die schlechten Vorlesungen, in denen man locker ne gute Note bekommt und in den guten fällt man durch.
Zudem ist es doch quatsch, dass die Vorlesungen nicht die Theorie behandeln sollen, sondern dass man sich diese zu Hause im Selbststudium aneignen soll und die Vorlesungen sich auf "wichtige Grundlagen" beschränken sollen, was immer das auch sein soll! Es ist doch genau umgekehrt! In der Vorlesung wird die Theorie gebracht und zu Hause (bzw. in den Übungen) versucht man dann diese auf praktische Probleme anzuwenden.
Und ich kann nur noch zum Dritten mal sagen: Wenn ein Student aus einer Vorlesung nichts mitnimmt, dann liegt das nicht nur am Prof. Insbesondere wenn andere Studenten sehr viel aus der Vorlesung mitnehmen. Lineare Algebra I bei Mackens war zum Beispiel eine der besten Grundstudiumsvorlesungen wie ich finde, wenn Du da nichts mit anfangen kannst, sorry. Vielleicht solltest Du dann echt mal dem Rat von Herrn Mackens folgen, auf die andere Seite der Elbe umzusiedeln. Normalerweise halte ich nichts von diesem polemischen Rat, aber in Deinem Fall ist der wohl angebracht. Vor allem,wenn Dir das Grundstudium zu theoretisch ist! Warum studierst Du denn dann an einer TU und nicht an der FH? Das musst Du mir mal erklären. An der FH hast Du nicht so viel Theorie, Du bist schneller mit dem Studium fertig und Geld verdienen tust Du genauso viel, insbesondere weil Du ja immer ein Jahr mehr Berufserfahrung als ein TU-Student hast. Und wenn Du Dir mal die Stellenanzeigen in der Zeitung anschaust, wirst Du feststellen, dass dort meistens FH oder FH/TU steht, aber nur wenige wollen explizit einen TU-Ingenieur! Also es ist schon mehr als echt affig an die TU zu gehen und dann zu sagen "Ist mir alles zu theoretisch hier"...

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Beitrag von Stephan » Fr, 21. Mär. 08, 13:21

Ellington hat geschrieben:das kernproblem ist meiner meinung nach, dass unsere vorlesungen zu wenige studenten dazu bringen kontinuierlich was zu tun. nur die wirklich fleißigen und disziplinierten unter uns setzen sich doch nach der uni noch mal hin um was zu machen, selbst wenn man an dem tag wenig zu tun hat/ hatte.
Richtig, genau so ist es leider! Die anderen nutzen ihre Zeit dann lieber dazu, sich im Talking über die schlechten Vorlesungen und fiese Prüfungen zu beklagen. Nur wie gesagt, die Profs sind nicht an allem schuld. Auch wenn man aus der Mackens-Vorlesung nichts mit nimmt, dann könnte man ja wenigstens mal die Aufgaben rechnen (das dafür nötige Wissen steht in X leicht verständlichen Büchern) und dann besteht man auch die Klausur. Aber ne, meckern ist natürlich einfacher.

Gast

Beitrag von Gast » Fr, 21. Mär. 08, 13:38

Stephan hat geschrieben:Also die Durchfallquoten jetzt mit der Qualität der Vorlesung in Verbindung zu bringen, halte ich doch etwas für grotesk,
Das stimmt schon, wünschenswert (achtung: utopie) wäre aber doch folgende Situation:

1. Der Professor macht eine gute Vorlesung
2. Die Studenten bereiten Vorlesungen vor/nach und büffeln für die Klausur
3. Der Prof. stellt eine anspruchvolle, schwierige Klausur
4. Alle Studenten bestehen mit 1.0

Ich denke das ist die utopie, die wir alle gemeinsam (also Studenten + Professoren + WiMis + Verwaltung + alle anderen TUler) anstreben sollten. Bleibt die Frage, wie alle beteiligten (also insbesondere Professoren und Studenten) dazu bewegt werden können. Wie Ellington bereits erwähnte müssen wir Studenten uns auch an die eigene Nase fassen. Was einige Professoren abliefern ist allerdings auch unter aller Kanone.

Grüße
Nerezza

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